| Neues Brand- u. Katastrophenschutzgesetz __________________________________________________________________
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Das neue Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz (ThürBKG) ist in Kraft getreten.
Damit hat Thüringen eines der fortschrittlichsten Gesetze in der Bundesrepublik.
Der Landtag hatte die Neufassung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes auf seiner Sitzung im Dezember verabschiedet. Der Thüringer Feuerwehr-Verband hat das neue Brand- und Katastrophenschutzgesetz begrüßt. Verbandschef Lars Oschmann sagte, mit dem Beschluss des Landtages würden zahlreiche Forderungen des Verbands umgesetzt.
Die bisherigen Strukturen waren laut Oschmann den künftigen Anforderungen im Katastrophenschutz nicht mehr gewachsen. Als Erfolg bezeichnete er auch den neuen Katastrophenschutzfonds. Dieser soll vom Land und den Kommunen gefüllt werden. Die Finanzierung von Katastropheneinsätzen ist damit künftig abgesichert.
Besonders hob Oschmann das neue Eintrittsalter von 6 Jahren für die Jugendfeuerwehren hervor. “Die Kinder können somit schon frühzeitig für die Arbeit in den Feuerwehren begeistert werden. Die Nachwuchsgewinnung wird dadurch deutlich erleichtert“, erklärte der Verbandschef. Bislang lag die Altersgrenze bei 10 Jahren. Viele Kinder haben in diesem Alter schon ein Hobby gefunden und waren dadurch nur noch schwer für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen.
Wichtig ist laut Oschmann auch die höhere Altersgrenze für aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Diese könnten in Zukunft bis zum 65. Lebensjahr in den Feuerwehren mitarbeiten, drei Jahre mehr als bisher. Angesichts des Mitgliederschwundes in den Feuerwehren sei dies ein Schritt in die richtige Richtung. Oschmann forderte aber die Landesregierung und die Kommunen auf, die Attraktivität des Ehrenamtes zu steigern. Nur so könnten auf Dauer die Mitgliederzahlen in den Feuerwehren stabilisiert werden.
Oschmann bedankte sich ausdrücklich bei den Innenpolitikern aller Landtagsfraktionen. Diese hätten den Handlungsbedarf erkannt und sich sehr für ein modernes Brand- und Katastrophenschutzgesetz eingesetzt. Vor allem der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Fiedler, habe sich sehr engagiert.