|
Es macht was es will ... das Wetter.
Doch beeinflussen können wir es nicht. Schlechte Sicht und Straßenglätte
erhöhen das Unfallrisiko im Winter: 55 Prozent aller Verkehrsunfälle
geschehen in dieser Jahreszeit. Das verlangt von allen
Verkehrteilnehmern eine defensive Fahrweise. Nur so kann der
Schleudergefahr entgegen gewirkt werden. Also rechtzeitig
Geschwindigkeit verringern und den Sicherheitsabstand vergrößern.
Fahrzeug und Fahrer sollten immer auf Laubglätte, Schnee, Eis und
Minusgrade vorbereitet sein. Auch Fußgänger und Zweiradfahrer müssen mit
erhöhter Unfallgefahr rechnen, weil sie bei Dunkelheit und Dämmerung
schlecht gesehen werden.
Bei aufkommender Schnee- und Eisglätte also ...
- den Sicherheitsabstand vergrößern
- einen hohen gang wählen und mit niedriger Motordrehzahl fahren
- Vorsichtig einlenken und soweit wie möglich die Motorbremse nutzen
Auch bei uns steigt bei Glatteis die Zahl der Unfälle und Stürze
sprunghaft an. Auch Fußgänger sollten auf das richtige Schuhwerk achten.
Außerdem ist es sinnvoll, bei Glätte die Hände aus den Jacken-, Mantel-
oder Hosentaschen zu nehmen, um sich bei einem Sturz besser abfangen zu
können. Lassen Sie die Aktentasche mal für diesen Tag zu Hause oder im
Büro – so haben Sie die Hände frei. Nutzen Sie, wenn möglich,
öffentliche Verkehrsmittel und meiden Sie ungestreute, ungeräumte oder
abschüssige Gehwege und Straßen.
Und auch dran denken: auch für Ihre Feuerwehr und den Rettungsdienst
herrscht Glatteis, die Fahrtzeit kann sich unter Umständen verlängern.
Eisflächen
im Winter
Mit dem Frost kommt das erste Eis auf
die Seen. Es lockt Kinder und Erwachsene zum Schlittschuhlaufen und
Spielen.
Wir warnen Sie dringend davor,
Eisflächen vor ihrer Freigabe durch die Behörden zu betreten.
Zugefrorene Seen, Flussläufe, Kanäle und Teiche dürfen auch dann nicht
betreten werden, wenn die Temperaturen über mehrere Tage nach der
Freigabe nur wenige Grad unter dem Gefrierpunkt liegen.
Die
Eisdicke von 6-7 cm ist immer noch lebensgefährlich, denn gerade durch
die unterschiedliche Dicke des Eises ist die Gefahr groß, einzubrechen.
Besondere Vorsicht gilt bei schneebedeckten Eisflächen, die in der Regel
geringere Eisdicken aufweisen sowie Seen mit einem Zu- und Abfluss
wärmeren Wassers. Damit die Winterfreude nicht getrübt wird, sollte man
nur freigegebene Flächen betreten.
Es kommt immer wieder vor, dass
Personen in zugefrorene Flüsse und Seen einbrechen, weil die
Wasseroberfläche noch nicht ausreichend stark gefroren ist. Die
aktuellen frostigen Temperaturen können stellenweise Seen schon
zufrieren lassen. Es dauert einige Zeit bis diese dann risikolos
betreten werden können.
.
Ist dennoch eine Person im Eis eingebrochen, dann rufen Sie sofort die
Feuerwehr und den Rettungsdienst unter der europaeinheitlichen Rufnummer
112. Versuchen Sie, zu helfen, aber bringen Sie sich nicht selbst in
Gefahr!
Sollten Sie zur Rettung die Eisfläche betreten müssen, setzen Sie
vorher den Notruf ab und bewegen sich liegend vor. Bilden Sie
gegebenenfalls eine Menschenkette. Nach der Rettung sollte sofort mit
Erste-Hilfe-Maßnahmen, notfalls Herz-Lungen-Wiederbelebung, fortgefahren
werden.
Einem aus dem Eis Geretteten niemals heiße und/oder
kreislaufanregende Getränke verabreichen. Kaffee, Tee, Cola usw. sollten
also tabu sein. Am besten hilft dem Betroffenen lauwarmer Fruchtsaft.
Durch Koffein wird der Kreislauf angeregt. Das hat zur Folge, dass die
kälteren Blutmengen in den äußeren Schichten schneller zum Herz gepumpt
werden und damit auch später noch einen Herzstillstand oder zumindest
Herzprobleme hervorrufen können. Am Besten den Betroffenen
in
einen warmen windgeschützten Raum legen und trockene Kleidung anziehen,
nicht trockenreiben und keine warmen Wannenbäder.
Der
Eingebrochene darf bei starker Unterkühlung weder aktiv noch passiv
stark bewegt werden, da es sonst zum so genannten Bergetod kommen kann.
Damit man erst gar nicht ins Eis
einbricht, gibt es einige wichtige Hinweise und Tipps, die beachtet
werden sollten:
Nicht offiziell freigegebene Eisflächen
niemals betreten.
Eltern sollten ihre Kinder grundsätzlich
informieren und begleiten.
Im Notfall zählt besonders Schnelligkeit. Durch die Unterkühlung im
eiskalten Wasser kann sich der Verunfallte innerhalb weniger Sekunden
nicht mehr selber helfen.
Folgende Regeln zu orientieren:
1. Ruhe bewahren
2. Versuchen Sie sich in Bauchlage auf festen Eisschichten in
Ufer-Richtung zu bewegen
3. Hilfe rufen
4. wenig Bewegen
5. nach Erreichen des Ufers sofort einen beheizten Raum aufsuchen und
langsam aufwärmen
6. von einen Arzt auf mögliche Schäden untersuchen lassen
Sollten Sie einen Eiseinbruch beobachten, rufen Sie umgehend
professionelle Hilfe unter der Notrufnummer 112. Machen Sie weitere
Passanten durch Hilfe-Rufe auf den Unfall aufmerksam und bitten diese um
Mithilfe. Verwenden Sie zur Verfügung stehende Rettungsgeräte.
Hilfsmittel können zum Beispiel Seile, Äste, Schlitten, Stangen und
Leitern sein.
Wichtig: Nur retten, wenn eine Eigengefährdung
ausgeschlossen ist!
Begeben Sie sich niemals allein aufs Eis.
|