Löschmittel                    

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Zur Zeit haben wir in Deutschland vier zugelassene Feuerlöschmittelgruppen:

 

 
  • Feuerlöschpulver(Brandklassen ABC,BC oder D)
  • Kohlendioxid (CO2)(Bkl.B)
  • Wasser und Wasser mit  Zusätzen(Bkl. A)
  • Schaumlöschmittel(Bkl. AB)

 

  Jede Gruppe hat  spezielle Löscheigenschaften, auf die nicht verzichtet werden kann. Zum Schutz von Leben und Sachwerten muss der Ausbildungsstand durch regelmässiges Training hochgehalten werden. Gutes und häufiges Training bedeutet hohe Einsatzbereitschaft und Schadenminimierung.
Dies beinhaltet, dass Löschgeräte und Anlagen in regelmässigen Abständen auf ihre Funktionssicherheit hin überprüft  werden müssen.
Hier stellen wir die einzelnen Feuerlöschmittel vor:

 

FEUERLÖSCHMITTEL UND UMWELTSCHUTZ
In jüngerer Vergangenheit wurde das Thema Umweltschutz im Brandschutz immer mehr in  den Vordergrund gestellt. Die Öffentlichkeit, die Anwender und der Gesetzgeber  befassten sich intensiv mit dieser Problematik seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, dem Chemieunfall bei Sandoz usw.
Aufgrund der öffentlichen Diskussionen standen plötzlich die Hersteller und Anwender, wie z.B. die Berufs- und Werksfeuerwehren, die freiwilligen Feuerwehren und alle sonstigen Anwender und Veranstalter von Übungen in der Kritik.

Löschmittel ohne besondere Kennzeichnung sind für Mensch und Natur in den vertriebenen Mengen unschädlich.

 

 


 

DAS LÖSCHMITTEL ABC-FEUERLÖSCHPULVER
     
  Anwendungsbereich:
Feuerlöschpulver unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen  sind.

ABC-Feuerlöschpulver sind für die Brände der Klassen A, B und C geeignet und zugelassen. Damit sind ABC-Feuerlöschpulver echte Universallöschmittel, die gegen fast alle Brandrisiken des täglichen Lebens mit Erfolg eingesetzt werden können.

Löscheffekt:
Die Wirkungsweise der ABC-Feuerlöschpulver in der Brandklasse A (Glutbrände) beruht auf der Ausbildung von Schmelzschichten, die eine Isolier- und Sperrwirkung entfalten. Damit wird die Diffusion von Sauerstoff in den Brandherd und die Aufheizung der unmittelbaren Brandumgebung verhindert sowie Rückzündungen unterbunden.

Die Wirkung in den Brandklassen B und C (Flammenbrände) beruht auf dem antikatalytischen Effekt, also einem direkten Eingriff in den Reaktionsablauf der Verbrennung (Verursachung einer Kettenabbruchreaktion). ABC-Feuerlöschpulver zeichnen sich durch einen schlagartig eintretenden Löscheffekt und hohe Löschleistung aus. Der Löschmittelstrahl ist elektrisch nicht leitend, daher ist eine Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt möglich.

Stoffliche Zusammensetzung:
Hauptbestandteile von ABC-Feuerlöschpulvern
sind Monamoniumphosphat und Ammoniumsulfat. Die eingesetzten und verwendeten Rohstoffe haben eine sehr grosse Reinheit und sind mindestens von der Reinheit, die für Düngemittel vorgeschrieben ist. ABC-Feuerlöschpulver sind praktisch schwermetallfrei und enthalten aus Umweltsicht keinerlei Schadstoffe.

Entsorgung:
Unbrauchbar gewordenes Feuerlöschpulver muss entsorgt werden. Altlöschpulver hat die EAK-Schlüsselnummer 160502 und gilt als überwachungsbedürftig. Grund hierfür sind nicht die lnhaltsstoffe (die völlig  unbedenklich sind), sondern die Wasserlöslichkeit von Trockenlöschpulver. Erforderlich ist deshalb die Entsorgung auf einer Sondermülldeponie.

Statt einer Deponierung kommt auch die Verwertung in einem Kompostierwerk bzw. in der  Landwirtschaft in Betracht, da die lnhaltsstoffe zugleich wertvolle landwirtschaftliche Düngemittelprodukte sind. Da die Verwertung der Entsorgung vorzuziehen ist, bemüht sich der bvfa derzeit um eine Änderung der abfallrechtlichen Vorschriften.

 

 

 

 

 

DAS LÖSCHMITTEL  BC-FEUERLÖSCHPULVER

 

 

 

 
   
  Anwendungsbereich:
Feuerlöschpulver unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind.

BC-Feueröschpulver sind für die Brände der Klassen B und C (Flammenbrände)  geeignet und zugelassen.

Löscheffekt:
Die Wirkungsweise des BC-Feuerlöschpulvers beruht auf dem antikatalytischen Effekt, also einem direkten Eingriff in den Reaktionsablauf der Verbrennung (Verursachung einer Kettenabbruchreaktion).

BC-Feuerlöschpulver zeichnen sich durch einen schlagartig eintretenden Löscheffekt und hohe Löschleistung aus. Der Löschmittelstrahl ist elektrisch nicht leitend, daher ist sogar eine Brandbekämpfung in elektrischen Hochspannungsanlagen möglich.

Stoffliche Zusammensetzung:
BC-Feuerlöschpulver
bestehen aus unterschiedlichen löschaktiven Hauptkomponenten, wie Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat, Kahumsulfat, Natrium- und/oder Kaliumchlorid und Kalium-Ammonium-Carbamat und Zusätzen für die Hydrophobierung, Förderfähigkeit und Stabilität. Die eingesetzten und verwendeten Rohstoffe haben eine sehr grosse Reinheit, BC-Feuerlöschpulver sind praktisch schwermetallfrei. Daher ist eine Umweltbelastung durch die beim Löschen ausgebrachten BC-Feuerlöschpulver nicht zu besorgen.

 

 

  DAS FEUERLÖSCHMITTEL SCHAUM
   
   
Anwendungsbereich:
Feuerlöschmittel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind.

Schaumlöschmittel haben die Zulassung für die Brandklassen A und B. Durch die Eigenschaft, auf Flüssigkeiten eine Sperrschicht zu bilden, sind Schaumlöschmittel vorwiegend für Oberflächenbrände geeignet (bei Tropfbränden sind sie praktisch wirkungslos).

Löscheffekt:
Schaumlöschmittel wirken, indem sie auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, sehr schnell eine gasdichte Schaumdecke bilden, die sich über die gesamte Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet (Brandklasse B). Die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, bewirkt hervorragende Löscheigenschaften auch bei Bränden fester Stoffe (Brandklasse A).

Stoffliche Zusammensetzung:
Folgende Schaumlöschmitteltypen kann man unterscheiden

    a) Proteinschäume
    b) Fluorproteinschäume
    c) FFFP-Schaummittel (wasserfilmbildende Proteinschaummittel)
    d) Mehrbereichsschaummittel
    e) wasserfilmbildende Schaummittel
    f) alkoholbeständige Schaummittel

Die Typen a, b und c bestehen aus hydrolysiertem Protein, dessen Rohstoffe Horn- und Hufspäne sind. Zur Schaumstabilisierung werden verschiedene anorganische Salze hinzugefügt.
Für den Frostschutz verwendet man u. a. höhere Alkohole. In den Typen b und c sind zusätzlich geeignete Fluortenside enthalten. Die Typen d - f enthalten unterschiedliche Tenside, z. B. Fettalkoholsulfate oder -sulfonate, Fluortenside, höhere Alkohole und evtl. einige zusätzliche Stoffe wie Harnstoff etc.

 

 

 

DAS FEUERLÖSCHMITTEL WASSER  (MIT ZUSÄTZEN)
 
 
Anwendungsbereich:
Feuerlöschmittel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nach den Brandklassen, für die sie geeignet und zugelassen sind.

Das Feuerlöschmittel Wasser ist nur für Brände der Klasse A geeignet. Vorteilhaft ist die leichte Verfügbarkeit und der geringe Preis des Löschmittels (auch bei Verwendung von Zusätzen).

Löscheffekt:
Die Löschwirkung des Wassers beruht auf seinem Wärmebindungsvermögen. Die abkühlende Wirkung des Wassers stört die Reaktionsbedingungen der Verbrennung und behindert die weitere thermische Aufbereitung brennbarer Stoffe, so dass die Zufuhr brennbarer Gase und Dämpfe versiegt. Wasser löscht also durch Abkühlung.

Wasser hat eine relativ geringe Löschleistung. Es kann aufgrund seiner Eigenschaften nicht bei Fett- und Metallbränden eingesetzt werden. Da der Löschmittelstrahl elektrisch leitend ist, ist Wasser nur eingeschränkt in elektrischen Anlagen verwendbar (hierbei ist die DIN VDE 0132 zu beachten).

Inhaltsstoffe:
Nachteilig für die Anwendung von Wasser als Feuerlöschmittel ist die recht grosse Oberflächenspannung und die Frostgefahr. Diese Nachteile können durch verschiedene Zusätze ausgeglichen werden. Als Zusatz werden folgende Stoffe verwendet: Geringe Mengen unterschiedlicher  Tenside, verschiedene anorganische Salze wie Pottasche, Magnesium-, Calcium- und Natriumchlorid, Alkohole, diverse Tonarten.

Diese Zusätze haben auch eine Verbesserung der Löscheigenschaften zur Folge.

 

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