Pieps-Alarm im Zwergenhaus

 
Ivonne Roth hat den Kindern eine spannende Geschichte über den rettenden Rauchmelder vorgelesen.

 

 

 

 

Schornsteinfegermeister zeigt Kita-Knirpsen die Funktionsweise eines Rauchmelders
Von OTZ-Redakteur Karl-Heinz Putzmann Remptendorf.

 

Die vier bis sechsjährigen Knirpse der Remptendorfer Kindertagesstätte Zwergenhaus sitzen mucksmäuschenstill da und lauschen ganz gebannt der Geschichte, die Ivonne Roth vorliest. Auch ihr dreijähriger Sohn Maximilian sitzt mit im Rund. Die Liebengrüner Feuerwehrfrau weiß die Kinder mit der Geschichte von Pia und ihrem Teddy zu fesseln. Denn ein Rauchmelder sorgt noch rechtzeitig dafür, dass die durch eine abgebrannte Kerze entflammte Tischdecke gelöscht und ihr Teddy nur einen kleinen Brandfleck davontägt.

"Bei uns in Liebengrün gibt es ja seit August keine Kindereinrichtung mehr. Als Feuerwehr haben wir uns gedacht, die Aufklärungsarbeit nun hier in Remptendorf nahtlos fortsetzen. Denn es gib seit diesem Jahr im Ort eine Gemeinschafts-Aktion ´Mit Sicherheit ins Leben´ unserer Feuerwehr mit dem hiesigen Bezirks-Schornsteinfegermeister. Da erhält jedes Neugeborene einen Rauchmelder geschenkt. Meine inzwischen fünf   Monate junge Tochter Angilina war sozusagen das erste Rauchmelder-Baby in Liebengrün", schmunzelt die junge Mutter.

Und schon zücken Schornsteinfegermeister Frank Elster und sein Sohn Matthias einen unscheinbaren Rauchmelder, um dessen Funktionsweise den Kindern vorzuführen.

Frank und Matthias Elster (v.l.) zeigen die Funktionsweise eines Rauchmelders. (Fotos [2]: OTZ/Putzmann)

 

Gellendes Piepsen erfüllt den Raum, als sie etwas

Rauch unter die kleine weiße runde Dose pusten. Flugs halten sich die Kinder angesichts des durchdringenden Tones die Ohren zu: "Das ist aber laut!"

Soll es auch, klären die beiden Schornsteinfeger die Kinder auf. Schließlich soll dieser Rauchmelder im Notfall alle zur schleunigsten Flucht aus einem brennenden Haus aufrütteln und so Leben retten. Gemeinsam übt man dann noch, wie man sich verhält und dass man auch als großes Kindergartenkind durchaus die "eins eins null" anrufen sollte, wenn es piepst. "Jeden Monat verunglücken in Deutschland etwa 50 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer wurden nachts im Schlaf überrascht", weiß Frank Elster zu berichten. Der Lückenmühler Bezirks-Schornsteinfegermeister ist mit seinem Gesellen und Sohn Matthias deshalb ein unermüdlicher Aufklärer in Sachen Brandschutz und Rauchmelder. Wichtig ist dies gerade in der herannahenden Vorweihnachtszeit. Vielleicht - so der stille Wunsch der Initiatoren - werden doch die Eltern über die Kinder für diese preiswerte lebensrettende Investition interessiert.

"Unsere Vision ist es, mit dieser Gemeinschaftsaktion letztlich wenigstens einen Rauchmelder in jedem Haus zu haben. Deshalb möchten wir auch auf diese Weise mit einem Rauchmelder für jedes Baby letztlich im Ort Sicherheit verschenken", betont Ivonne Roth abschließend.

22.10.2008

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